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Offener Brief an Frau Merkel

Liebe Freunde und Mitglieder, 

im Nachfolgenden möchten wir gerne einen öffentlichen Brief von Gabriele Dreßler an Frau Merkel unterstützen. 

Da es bei uns im Verein sehr viele Helfer gibt, denen es ähnlich geht haben wir uns dazu entschieden diesen Text auch über unsere Facebook-Seite mit euch zu teilen.

Neuengörs, den 1. September 2017

Sehr geehrte Bundeskanzlerin Merkel,
gestern wurde in den Tagesthemen an den Satz erinnert, mit dem Sie wahrscheinlich in die Geschichte eingehen werden. Vor 2 Jahren haben Sie angesichts des Flüchtlingsstroms nach Deutschland gesagt: WIR SCHAFFEN DAS!

Und es war klar, dass Sie nicht die Regierung, nicht die politischen Parteien und Institutionen meinen, sondern unsere Gesellschaft als Ganzes.

Wir haben uns an die Arbeit gemacht. Und ich spreche jetzt nur für mein Umfeld. Das sind Dörfer im Kreis Segeberg.

Wir haben viel geschafft in den letzten 2 Jahren.
Ich denke an die Menschen auf den Ämtern, die bis zur Erschöpfung gearbeitet haben, um Unterkünfte und Wohnungen für ankommende Familien zu finden und anzumieten.
Durch Stadt und Kirche wurden Treffpunkte eingerichtet, Beratungsstellen erweitert, Vernetzungs- und Unterstützungsstrukturen geschaffen.  
Lehrer sind hochengagiert, um den jungen Menschen einen Start zu geben. Sie alphabetisieren viele erst, die noch niemals vorher in die Schule gegangen sind. Mein Gastsohn gehörte auch dazu. Ein Dank an die Lehrer!

Ich denke an die vielen Ehrenamtlichen, die die Neuen in unserem Land hochengagiert und dauerhaft unterstützen. Ich denke an die, die Räume der Begegnung und des Gespräches offen halten- wie im JAM oder in der Mühle. (Segeberg).
Ich denke an die Mitbürger, die ehrenamtlich- und ohne Kostenerstattung, die Familien zur Anhörung fahren, weil diese zeitlich und räumlich so angesetzt sind, dass man aus dem ländlichen Raum ohne Auto nicht hinkäme.
Ich denke an die, die Fahrräder und andere Sachspenden gegeben haben.
Ich denke an die, die sich hinsetzen und mit den neuen Nachbarn Deutsch lernen- besonders mit Afghanen, denn die bekamen bis vor kurzem keinen Sprachkurs und waren in Gefahr, von der nötigen Integration ausgeschlossen zu werden.
Ich denke an unsere afghanischen Nachbarn, die klug und intelligent genug waren, sich im Internet so viel Deutsch anzueignen, dass man sich heute mit ihnen gut unterhalten kann.
Ich denke an die vielen, die zu Ärzten begleitet haben, oder auf das Amt mitgehen, die Aktenordner führen, die sich auch finanziell einsetzen, indem sie z. B. die Kosten für Rechtberatungen und Klagen vorschießen.

Ich denke an die, die wie ich unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aufgenommen haben- und sich damit den „clush of civilisations“ (and generations) im eigenen Haus gestellt haben. Denn natürlich ist das nicht konfliktfrei- war es auch bei mir nicht- darüber ließe sich ein Buch schreiben- und trotzdem war es richtig und ich würde es wieder tun.
Ich denke an die Betriebe, die bereit sind, jungen Menschen eine Perspektive zu geben- und sie sprachlich und fachlich an die Hand zu nehmen und darüber hinaus auch die „soft skills“ zu vermitteln, die im Berufsleben nötig sind, sofern sie es nicht von sich aus mitbringen.

Wir alle nehmen zudem Anteil an den menschlichen Auf- und Ab der Neuankömmlinge. Ein großes Problem ist die Unsicherheit, besonders für die Afghanen.
Fast alle unbegleiteten minderjährigen afghanischen Flüchtlinge haben einen Abschiebebescheid bekommen. Sie werden bis sie 18 sind nicht abgeschoben. Trotzdem stürzt es sie in ein tiefes Loch. Dass habe ich bei allen erlebt, die ich mittelbar oder unmittelbar kenne.
Schon das schwebende Verfahren, die Ungewissheit, war und ist nicht hilfreich beim Lernen und bringt zeitweise in die innere Haltung: Was soll´s, es lohnt sich nicht, wir müssen sowieso gehen…
Das alles geschieht in pubertierenden Prozessen, die wir ebenso begleiten- und manchmal auch nicht mehr begleiten können. Wir erleben, dass junge Mädchen depressiv werden- und sich kaum zwischen den Kulturen bewegen können.
Wir erleben junge Männer, die altersgemäß in Cliquen zusammenkommen und ihre Sprache, Musik, ihr Essen, ihre Religion, ihr Land hochhalten –und damit ihre Identität als Halt in der Fremde leben. Manche Sorgen und Probleme werden mit Alkohol und Hasch wegbetäubt, nicht anders als bei Deutschen. Viele junge Afghanen sind selbstverletzend- auch nicht anders als viele Deutsche.
Zugleich sind diese jungen Menschen freundlich, bemüht, ehrgeizig, wollen eine Perspektive. Man darf sie ihnen nicht nehmen. Und wir ehrenamtlichen und berufsmäßigen Betreuer und Lehrer sind oft dabei, ihnen die Möglichkeiten vor Augen zu halten, die sie haben, Hoffnung zu geben und Türen zu öffnen.
Das alles tun wir als Ehrenamtliche, als (ehrenamtliche) Vormünder, als Lehrer, als Trainer in den Vereinen, als Wehrführer, als Nachbarn, als Betreuer, als Menschen, die in Betrieben und Ämtern, ein offenes Ohr haben und Lösungen suchen.

Wenn ich bedenke, dass dies alles nicht nur in meinem Umfeld, dem Kreis Segeberg, dem Amt Trave- Land, in den Kommunen meiner Gemeinde geschieht, sondern in der gesamten Republik, dann müssen es Millionen von Menschen sein- die ihre Stimme nicht erheben oder auf die Straße gehen, weil dafür- neben Beruf und eigener Familie- dann wirklich keine Zeit mehr ist.
Deswegen schreibe ich diesen Brief- in der Hoffnung, dass sich viele dahinter stellen können und werden.

Denn jetzt wird es konkret:
Wir erleben seit ca. einem halben Jahr, dass unsere neuen Nachbarn und Zöglinge einen Abschiebebescheid nach dem anderen bekommen. Besonders die Afghanen.

Ich sage Ihnen: Jeder Abschiebescheid ist ein für uns wie ein Tritt in den Hintern.
Ein Abschiebebescheid missachtet unser Engagement und tritt es mit Füssen. Alles umsonst –auch für uns und unsere Vision, die wir mit Ihnen, Frau Kanzlerin, zu teilen meinten?

Ich weiß, dass man nicht die ganze Welt aufnehmen kann. Die Flüchtlingsströme sind gewaltig. Eine globale Aufgabe, von der ich glauben, dass Sie sie im Blick haben und auf ihrer politischen Ebene versuchen zu lösen.
Aber wir engagierten Bürger möchten auch unser Engagement nicht ins Leere laufen wissen.

Wer A sagt, muss auch B sagen- dass habe ich von meinen Eltern gelernt, das gilt für uns- und auch für Sie, als Kanzlerin- damit wir das schaffen, was wir schaffen wollten. Wenigstens für die, die jetzt da sind.

Und das heißt m.E. nun, alles dafür zu tun, dass die, die nun bei uns sind, auch hier bleiben können.

Abschiebungen müssen die Ausnahme und nicht die Regel sein, damit die Menschen ihre Kräfte zum Aufbau eines neuen Lebens bündeln können.
Wir warten nach den Anschlägen in Kabul im Mai 17 noch immer auf eine Neueinschätzung der Sicherheitslage in Afghanistan, die so maßgeblichen Einfluss darauf haben könnte, ob „unsere Afghanen“ hier eine Bleibeperspektive bekommen.

Ältere Menschen ab 28 (hier enden m.W. die Beschulungsmöglichkeiten über BBZ und duale Ausbildung) müssen leichter eine Arbeitserlaubnis bekommen. Es muss möglich gemacht werden, dass Fertigkeiten auch im handwerklichen Bereich fruchtbar gemacht werden.
Ich denke an unseren jungen afghanischen Nachbarn, der in Teheran Häuser gebaut hat- und hier in seinem Alter keine Ausbildung machen kann.
Und Ja, auch über besteuerte Arbeit können die Neuen in unserem Land unserer Gesellschaft etwas zurückgeben- und sie wollen es .

Lassen Sie uns, liebe Frau Merkel, weiter daran arbeiten, dass wir es schaffen, jeder auf seiner Ebene- wenigstens für die, die jetzt da sind.
Schaffen Sie, zumindest als MdB und als Parteivorsitzende- vielleicht auch als zukünftig neu gewählte Kanzlerin- den gesetzlichen Rahmen, dass unsere bürgerschaftlichen Bemühungen nicht ins Leere laufen.


Herzlichen Gruß

Gabriele Dreßler, Neuengörs.

Sich dem Brief angeschlossen haben:
Björn Radke, Bahrenhof,

Erster Stadtjugendtag Bad Segeberg​

 

No one is save in Afghanistan

Der Song „No one is safe in Afghanistan“ wurde in Segeberg vom "Mischbar-Chor" und 80 weiteren Unterstützern aus Afghanistan, Deutschland, Irak, Iran und Syrien aufgenommen. Es sind Menschen, die ihre Stimme erheben, in der Überzeugung, dass es falsch ist, andere Menschen in ein Land abzuschieben in dem niemand sicher ist, in dem Krieg herrscht. Afghanistan ist kein sicheres Land!


Unterstützt unser Anliegen mit einer Unterschrift unter die Petition „Keine Abschiebungen in den Krieg - Schutz für Geflüchtete aus Afghanistan!“

openpetition.de/…/keine-abschiebungen-in-den-krieg-schutz-f…

Neue Bundesfreiwilligendiesnt-Leistende bei alleineinboot

Hallo! 

Mein Name ist Amelie Schoch, ich bin 20 Jahre alt und komme aus Neumünster.

Ich bin die neue Bundesfreiwilligendienstleistende von alleineinboot.

Ich interessiere mich schon seit längerer Zeit für die Arbeit mit Geflüchteten und habe vor ein paar Jahren ein Praktikum in der Erstaufnahmeeinrichtung in Neumünster absolviert, das mir sehr gut gefallen hat. 

Seit ich mit der Schule fertig bin, war ich auf der Suche nach einer Stelle als Freiwilligendienstleistender  in diesem Bereich und bin so auf alleineinboot gestoßen. Das Konzept des Vereins hat mich sehr angesprochen und jetzt bin ich sehr glücklich darüber, mit im Boot zu sein und freue mich auf die Arbeit. 

"Stoppt die Abschiebung nach Afghanistan" - Antwort von Torsten Döhring

Sehr geehrte Frau Oelschlägel,

 

vielen Dank für die dortige E-Mail vom 24. April 2016.

Der dortigen Forderung nach einem Abschiebestopp von Afghanen, können sich der Beauftragte für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen, Stefan Schmidt, so wie ich, selbstverständlich anschließen.

Die von hier aus am 28. Januar 2016 gemeinsam mit dem Flüchtlingsrat durchgeführte Veranstaltung sollte auch dazu beitragen, diesen Themenbereich zu problematisieren. Ich weiß nicht, ob Sie bei der Veranstaltung anwesend waren. Jedenfalls war es ja erschreckend, was von dem Vertreter des Bundesinnenministeriums geäußert worden ist.

Neben der Frage der Aufenthaltsbeendigung beschäftigt die hiesige Dienststelle jedoch auch die Ausgrenzung von afghanischen Flüchtlingen von Integrationsleistungen.

Wie Ihnen sicher bekannt ist, gibt es seit Ende letzten Jahres die Möglichkeit für Asylantragstellerinnen und Asylantragsteller, die noch im Besitz einer Aufenthaltsgestattung sind, an den Kursen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlingen, teilzunehmen. An diesen Kursen dürfen jedoch nur Flüchtlinge teilnehmen, bei denen davon ausgegangen wird, dass deren Verfahren eine große Erfolgsaussicht hat, nämlich über 50 %. Dies sind zurzeit Syrien, Iran, Irak und Eritrea.

Das „Ausgeschlossenwerden“ von Asylsuchenden, die nicht aus den vorgenannten vier Herkunftsländern kommen, von den vom Bundesamt finanzierten und organisierten Integrationskursen, macht aber offenbar auch in anderen Bereichen Schule, indem sich Integrationsangebote nur noch auf die Gruppe fokussieren, die aus den vorgenannten Ländern kommen. Dieses halten wir von hier aus für falsch und haben das schon in diversen Stellungnahmen thematisiert.

Ob zurzeit Aufenthaltsbeendigungen aus Schleswig-Holstein in Richtung Afghanistan durchgeführt werden, wird von hier aus bezweifelt, auszuschließen ist das leider jedoch nicht. Sie haben sicher auch die aktuelle Diskussion über die afghanischen Staatsangehörigen verfolgt, denen ursprünglich vorgeworfen wurde, an den Vorfällen im Sophienhof in Kiel beteiligt gewesen zu sein.

Erfreulicherweise hat der Innenminister des Landes Schleswig-Holstein auch unter Bezugnahme auf eine entsprechende Erlasslage vom Februar 2014 klargestellt, dass zurzeit keine Aufenthaltsbeendigungen aus Schleswig-Holstein durchgeführt werden sollen. Das weitere Vorgehen des Ministeriums in dieser Frage bleibt vorerst abzuwarten.

Nach alledem wünschen wir Ihrer Initiative von hier aus viel Erfolg.

 

Mit freundlichen Grüßen

Torsten Döhring

Stoppt die Abschiebung nach Afghanistan

Ein Brief an den Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein, das Bundesministerium des Inneren, den Beauftragten für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen und die Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration

Am Dienstag, den 19.04.2016  explodierte auf dem Pule Mahmud Khan (1) in Kabul eine Bombe  und es fand ein Waffengefecht statt.

Es wird davon ausgegangen, dass mindestens 300 Menschen verletzt wurden. Der Spiegel geht davon aus, dass mindestens 40 (1) Menschen getötet wurden, der BBC geht sogar von circa 64 (2) Toten aus.

 

http://www.spiegel.de/politik/ausland/afghanistan-schwere-explosion-erschuettert-kabul-a-1087905.html

http://www.bbc.com/persian/afghanistan/2016/04/160420_mar_kabul_attack_update

   https://unama.unmissions.org/unama-condemns-taliban-attack-kabul

 

 

Warum hängen die Fahnen in den westlichen Ländern nicht auf Halbmast? Wo sind die Solidaritätsbekundungen mit den Menschen in diesem gebeutelten Land? Warum ist die Wahrnehmung unter der Bevölkerung in den westlichen Ländern so anders, als nach den Anschlägen in Brüssel oder Paris? Und warum betreibt die Deutsche Regierung eine derart verschärfte Rückführungspolitik nach Afghanistan?

In Deutschland sind afghanische Geflüchtete die zweitgrößte Gruppe der hier Ankommenden, mit steigender Tendenz. Die Menschen fliehen vor Terror und Tod. Trotzdem steht die Deutsche Regierung auf dem Standpunkt, Afghanistan sei sicher und betreibt größte Bemühungen, afghanische Männer, Frauen und Kinder nicht anzuerkennen und in ihr Heimatland abzuschieben. Sie setzen auf sichere Gebiete in Afghanistan. Die Geflüchteten, die bei uns ankommen, kommen aber nicht aus diesen vermeintlich sicheren Gebieten und haben aufgrund ethnischer Unterschiede keine Zukunft in anderen Regionen. Immer wieder wird in den Ablehnungsschreiben des BAMF dazu aufgefordert in Kabul zu leben -  aber gerade in Kabul finden fast täglich Terroranschläge statt und die Stadt ist bereits überfüllt von Binnenflüchtlinge. Zusätzlich wird afghanischen Geflüchteten der Zugang zu Sprachkursen und zum Arbeitsmarkt verwehrt. Auch der Familiennachzug wird durch lange Verfahren und Ablehnungsbescheide blockiert. Setzt die Bundesregierung hier darauf, dass die Geflüchteten aufgeben und freiwillig zurückkehren, weil sie keine Zukunft in Deutschland sehen? (3)

 

https://www.proasyl.de/news/strategie-der-verunsicherung-afghanische-fluechtlinge-kehren-freiwillig-zurueck/

 

 

Bereits seit November 2015 setzt sich der Verein alleineinboot e.V.  dagegen ein, dass Geflüchtete aus Afghanistan wieder in ihr Land zurückgeschickt werden. Trotz der unsicheren Lage, die sich immer weiter verschärft, bekommen viele Afghanen einen negativen Bescheid vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. 

Am 18.04.2016 veröffentlichte die UN in Zusammenarbeit mit der UNAMA einen Bericht, der die sich immer weiter verschärfende Lage in Bezug auf die Kinder beschreibt. Demnach sind 369 Schulen und 19 Krankenhäuser wegen der unsicheren Lage geschlossen worden. 139.000 Kinder haben keinen Zugang zu Schulbildung. 90.000 Kinder sind nicht geimpft und haben keinen Zugang zu ärztlicher Versorgung. (4)

 

https://unama.unmissions.org/education-and-healthcare-risk-children-afghanistan

Auf der Seite von prosasyl findet sich ein Bericht, nach dem in Afghanistan im letzten Jahr 11.000 Menschen getötet wurden. (5) Allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres sind von Raketen, Autobomben und Terroranschlägen 600 Zivilisten getötet und 1343 Menschen verletzt worden, ein Drittel der Opfer sind Kinder. (6) Das ist ein weiterer Anstieg gegenüber den ersten drei Monaten des Vorjahres. 

 

https://www.proasyl.de/news/kurze-neuigkeiten-aus-dem-angeblich-sicheren-afghanistan-11-000-zivile-opfer-im-jahr-2015/

http://www.tagesschau.de/ausland/afghanistan-451.html

7 http://www.bbc.com/persian/afghanistan/2016/04/160420_mar_kabul_attack_update

 

 

Trotzdem werden Geflüchtete, die sich seit Jahren hier erfolgreich integrieren, zurückgeführt oder sie müssen monatelang mit der psychischen Belastung der drohenden Abschiebung leben. Sie machen sich jeden Tag Sorgen um ihre Familien und Freunde, sie würden lieber in ihrer Heimat leben, aber sie können auch sehen, dass Afghanistan auf absehbare Zeit nicht sicher sein wird. Deshalb brauchen sie eine sichere Zukunftsperspektive in unserem Land, ihnen muss dieselbe Integrationschance gegeben werden, wie den Geflüchteten aus anderen Kriegsgebieten.

 

Deshalb fordern wir einen sofortigen Abschiebestopp nach Afghanistan!

Nous sommes Kabul! Stoppt die Abschiebungen nach Afghanistan!

Puppennähkurs

September 2016

Im September trafen sich neun Waldoferzieherinnen, um mit 22 Frauen in der Gemeinschaftsunterkunft Schackendorf, eine Puppe zu nähen. Aufgrund der begrenzten Zeit, mußte die Puppe denkbar einfach gehalten sein.

Für einige Erzieherinnen war es die erste direkte Begegnung mit Geflüchteten, eine gemeinsame Sprache mußte erst gefunden werden und so saßen wir uns zu Beginn etwas steif an den Tischen gegenüber. Drei gemeinsam gesungene, angeleitete Lieder halfen da sehr. Die Frauen haben mit großer Ernsthaftigkeit mitgesungen und selbst im Kanon klang es schön. Ich konnte in einige sehr beglückte Gesichter blicken. 

Da wir uns gut verteilt an die Tische gesetzt hatten, konnte jede Erzieherin zwei bis drei Frauen anleiten und es entstand ein ruhige Arbeitsatmosphäre. Einige Frauen waren schnell fertig und in improvisierten Haaren, einer Schürze und einigen Gesichtern, die mit Filzstift gemalt wurden, zeigte sich das Bedürfnis noch weiter kreativ zu sein.

Im Nachhinein wurde deutlich, wie gelungen und besonders diese Aktion war. Vielleicht hat es Mut gemacht, sich auch im eigenen Ort oder im Kindergarten für Geflüchtete zu engagieren.

In diesem Kurs wurden vorwiegend erwachsenen Frauen angesprochen. Hat man es aber mit Mensche verschiedenen Alters und Geschlechts zu tun, ist das Aquarellmalen eine wunderbare Gelegenheit ein Angebot zu machen.

Zweite Jahreshaupt-Versammlung bei alleineinboot

18.04.2016

Am 18.04.2016 von 19:00 – 21:30 Uhr fand die zweite Jahreshauptversammlung des Vereins alleineinboot e. V. im Gemeindezentrum Glindenberg statt. Es waren 46 stimmberechtigte Mitglieder und 2 Gäste von der Presse anwesend. Nach der Vorstellung des Arbeitsberichtes 2015 und des Kassenberichtes 2014 und 2015 wurde der Vorstand und die Kassenwartin entlastet.

Jule Klink und Svenja Polonji traten als Vorstand zurück, ihre Arbeit wurde durch eine Ansprache des Versammlungsleiters Leon Flucke und ein Abschiedsgeschenk gewürdigt. In einer geheimen Wahl wurden dann Ghulam Karimi zum Ersten Vorsitzenden und Jola Drews zur zweiten Vorsitzenden gewählt. Die Kassenwartin Jana Oelschlägel stellte sich zu Wiederwahl und wurde einstimmig angenommen. Danach wurden Planungen für die Zukunft besprochen und Ideen von Mitgliedern aufgegriffen und diskutiert. Wir danken dem bisherigen Vorstand für die umfangreiche geleistete Arbeit und wünschen dem neuen Vorstand viel Spaß und Ausdauer bei der Weiterführung und Neuentwicklung unserer Projekte.

Demonstration gegen die bevorstehende Abschiebung nach Afghanistan

27.02.16

Am 27.02.16 um 10 Uhr fand die Kundgebung und Demonstration gegen die bevorstehenden Abschiebungen nach Afghanistan statt. Rund 100 Menschen versammelten sich auf der Kirchwiese und zogen nach der Rede von Frau Schuchert über den Marktplatz hoch zum Bahnhof. Der Verein alleineinboot e.V. bedankt sich bei allen Beteiligten und Unterstützern und fordert dazu auf, sich weiterhin gegen die laufende Abschiebungspolitik der Bundesregierung nach Afghanistan zu positionieren und einzusetzen. 

Im Kreis Segeberg gibt es viele junge Afghanen und afghanische Familien, die bereits einen negativen Bescheid vom Bundesamt bekommen haben, gegen den sie sich jetzt juristisch unter erheblichem materiellen Aufwand wehren müssen. Wenn sie vor Gericht scheitern, werden sie in ein Land abgeschoben, in dem sie täglich von Tod, Terror und Gewalt bedroht sind. Sehr viele leben seit Jahren hier und haben großen Integrationswillen bewiesen.

Hilfe im Advent: 12 615€

Foto: Lübecker Nachrichten

 

Wir bedanken uns herzlich bei allen Spendern und Spenderinnen,

die in den letzten Wochen unsere Spendenaktion unterstützt haben.

Ein großes Danke auch an die Lübecker Nachrichten füt ddas Ermöglichen dieser Aktion!

 

Wir hoffen ihr alle habt die Feiertage genossen und steuert entspannt dem neuen Jahr entgegen. 

Rock das Rentier

20.12.2015

Die Mühle hat gerockt und alle waren dabei! 

 

Schon zum zweiten Mal fand "Rock das Rentier" statt, bei großartiger Musik hatten alle die Chance so kurz vor Weihnachten nochmal richtig abzutanzen. Alle Karten waren restlos ausverkauft, wir danken allen Unterstützern, den Musikern, Technikern, und dem großartigem Team. 

 

 

Hilfe im Advent

Foto: Lübecker Nachrichten

Text: Lübecker Nachrichten online

Liebe Leserinnen und Leser,

mit der Aktion „Hilfe im Advent“ unterstützen die Lübecker Nachrichten und ihr Partner, die Sparkasse Südholstein, in diesem Jahr den Verein „alleineinboot“. Das Geld kommt verschiedenen Projekten zugute, die den Flüchtlingen in und um Bad Segeberg die Integration in ihrer neuen Heimat erleichtern sollen. Dazu gehören Ausflüge, die Schülerpaten mit Flüchtlingskindern unternehmen, interkulturelle Treffpunktarbeit zum Beispiel in der „Misch- Bar“ oder Sportangebote. Auch ehrenamtliche Sprachkurse organisiert „alleineinboot“. 

 

Bitte helfen Sie mit und spenden für „Hilfe im Advent“ auf folgendes Konto: 

Verein alleineinboot e. V.  
Spende Hilfe im Advent  
IBAN DE47 2305 1030 0510 5204 30 
 Sparkasse Südholstein 

 

Namen der Spender werden in den LN veröffentlicht. Wer anonym bleiben will, trägt im Verwendungszweck der Überweisung „bitte anonym“ ein.

Demonstration gegen die Abschiebung von Afghanischen Flüchtlingen

 

 

Segelausflug mit Flüchtlingskindern

18.07.2015 10.00 -19.00 Uhr

Der CVJM veranstaltetet in Zusammenarbeit mit alleineinboot e.V. und dem Landrat des Kreises Segeberg einen kostenfreien vier stündigen Segelausflug auf dem Ratzeburger See bis Rotenhusen und zurück. In Buchholz gab es einen Zwischenstopp mit anschließendem Grillen und Spielen. 

Dabei waren vier Flüchtlingskinder aus Syrien (9-15 Jahre), zwei Neubürger aus Ungarn, ein elfjähriger Junge aus Kenia, zwei Kinder (7 und 11) aus dem Iran, vier Kinder (7-14) aus Tschetschenien, vier Patinnen aus dem Projekt „Croc und Yoyo –Schülerpatenschaften für Flüchtlingekinder“ zum Begleiten ihrer Patenkinder, sowie Hanna Wendt (20) und Jana Oelschlägel (45) von alleineinboot e.V., der Landrat Jan Schröder (47) und der Kapitän Till Habelt.

Fluch(t) und Heimat

27. 05. 2015

Fluch(t) und Heimat - ein Theater Experiment

 

Zurzeit sind weltweit über 50 Millionen Menschen auf der Flucht. Dies nahmen 18 Jugendliche zum Anlass sich an ein Theater und Musikexperiment zu wagen, welches sich mit Heimat, Flucht, Menschenrechten und der sogenannten Willkommens-Kultur beschäftig. 

 

2500 Euro von den Lions

19.03.2015

Foto: kn-online

Der Lions-Clubals spendete 2500 Euro, die bei dem Weihnachtskonzert des Lions-Clubs Bad Segeberg-Siegesburg in der Marienkirche erspielt wurden. Auf dem Foto sieht man die Übergabe durch die Vizepräsidentin Göntje Braren und den Pressesprecher Falko Holzmann.

 

Foto und Artikel von www.kn-online.de

Sie werden bei einem Klick auf das Foto zur Seite weitergeleitet!

 

Erinnerung an der vierten Jahrestag des Syrien Krieges

15.03.2015

Heute järht sich zum vierten Mal der Kriegsbeginn in Syrien. Save the Children hatte die Idee zu einem online-Gedenktreff. 

 

#withsyria

Kulturbar-International

17.02.2015

Am Dienstag um 19 Uhr trafen sich in der Versöhnerkirche die verschiedendsten Kulturen zu einem musikalischem Abend. 

 

Veranstaltet wurde der Abend von der InitiaInitiative Südstadt, alleineinboot und dem Musik Berg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ton-Werkstatt

Mittwochs, 17-19Uhr

Foto: Detlef Dreessen

Das Projekt Kulturtreffpunkt soll den Flüchtlingen aus der Gemeinschaftsunterkunft in Schackendorf ein Freizeitangebot bieten, um Abwechslung haben und neue soziale Kontakte knüpfen zu können.

 

Es läuft frei nach dem Motto „Wir wollen gegenseitig Kultur kennenlernen“, welche in Ton dargestellt wird.  Dabei soll ein Kulturaustausch stattfinden. Das Ergebnis des Projekts sind hergestellte Objekte aus Ton. 

 

 

 

 

 

 

Rock das Rentier

21.12.2014

Bad Segeberg rockt und wir rocken mit!

 

Am 21.12 fand in der JugendAkademie Segeberg das Weihnachtskonzert "Rock das Rentier" statt. 

Farhad Ashana und Guhlam Karimi gaben das Lied "Sterne hey Sterne"  zum besten.

03.12.2014

Foto: Priska Dolling

 

Der Deutsche Bürgerpreis zeichnete in diesem Jahr Personen und Projekte aus, die sich für mehr Akzeptanz in der Gesellschaft stark machen.

 

Der Bürgerpreis 2014 in der Kategorie U21 geht an die Initiative "alleineinboot".

 

 

 

Jiu Jitsu-Werkstatt in der GU

Foto: Jana Oelschlägel

Im Rahmen unseres Werkstatt-Programms fand ein Jiu Jitsu- Workshop  in der Geimenschafts Unterkunft Schackendorf statt.

 

Erwachsene und Kinder freuten sich gleichermaßen über den eintätigen Selbstverteidigungs-Workshop.

 

Projektwoche am STG

07.-10.07.2014

Foto: Jana Oelschlägel

Bei der Projektwoche des Städtischen Gymnasiums bot alleineinboot verschiedene Projekte an: 

 

- Croc & Yoyo-Schülerpatenschaften für Flüchtlingskinder 

- Fair play für alle-Menschenrechte im Sport​

Hockey mit ehemaliger iranische Nationaltrainerin

- Kunst im öffentlichen Raum – Bemalen von 43 Stromkästen zum Thema Europa-alleineinboot - in Kooperation mit der Dahlmannschule -Das Ergebniss kann sich sehen lassen!

 

 

 28.05.-01.06.2014 

Foto: Priska Dolling

Vom 28.05.-01.06.2014 wurde  auf dem JugendZeltplatz Wittenborn wieder eine Stadt für Kinder gebaut, gemeinsam mit dem Betreuerteam des JugendZeltplatzes Wittenborn und vielen engagierten Teamern. Auch wir waren dabei!

Ausflug zur Kieler Woche

25.06.2014

Mit wem kann man sonst stundenlang zu jeder oder keiner Musik quer durch die Stadt tanzen, wenn nicht mit diesen guten Herrschaften aus Schackendorf?

Lego-Werkstatt in der GU

Foto: Jana Oelschlägel

 

Bereits zum wiederholten Mal erfreuten sich die Bewohner der GU-Schackendorf an den buten Legosteinen, passend zum strahlenden Wetter.

Gartenwerstatt

Foto: Jana Oelschlägel

mehreren Nachmittagen entstand und wuchs mit viel Spaß ein Beet. Ältere und jüngere Bewohner kümmern sich rührend um die bunten Pflanzen.

Musik-Werkstatt

20.01.2014

Am 20. Januar begann unser Werkstatt-Pilotprojekt in der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Schackendorf. Unter der Anleitung von Kirchenmusiker Jan Simowitsch und Fredi (FSJ-Kultur) fand eine zweitägige Musikwerkstatt im Gemeinschaftsraum des Heimes statt.

Mit Unterstützung des Hamburger Musikers Heinz Ratz gelang es, eine Vielzahl „kindgerechter“ Instrumente aufzutreiben und für diesen Zweck nach Schackendorf zu bringen. Zwischen zehn und fünfzehn Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren nahmen das Angebot, sie auszuprobieren und gemeinsam zu singen, dankend an.

 

Abschluss der zweitägigen Werkstatt war eine Vorführung des Erarbeiteten vor „vollem Haus“ - Angehörige und Interessierte aus der ganzen Unterkunft und sogar darüber hinaus kamen zum Kaffeetrinken zusammen, das von Heimleitung Silke Maaß und Karin Kühle vom Kreises vorbereitet wurde. Für die gut viertelstündige Darbietung belohnte man die Gruppe mit begeisterten Gesichtern und viel Applaus.

Geschichte eines schwarzen Gedichts

25.11.2013

Das zweite Gedicht von Fryad Hussein aus der Lesung vom 25.11.2013 in der Dahlmannschule, Bad Segeberg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abbas Khider: „Brief in die Auberginenrepublik“

25.11.2013

Am Montag dem 25. November kam der aus dem Irak stammende Autor Abbas Khider nach Bad Segeberg und las aus seinem dritten Roman „Brief in die Auberginenrepublik“.

Die Handlung des Buches ist am Ende der 1990er im arabischen Raum angesiedelt. Student Salim ist wegen des Besitzes von verbotenen Büchern in seiner Heimat, dem Irak, verhaftet und gefoltert worden. Er flieht nach Lybien und erfährt dort von einem verbotenen Netzwerk von Briefboten, das ganz Arabien überspannt und versucht damit Kontakt zu seiner geliebten Samia und seiner Familie aufzunehmen.

Abbas Khider war selber ein politisch Verfolgter im Irak und suchte unter anderem Asyl in Lybien und in Jordanien. Im Jahr 2000 kam er nach Deutschland, studierte Philosophie und Literatur.

Damit er nun nach Segeberg kommt, haben sich einige Segeberger zusammen getan. Die Kooperationspartner des Musikbergs der Kirchengemeinde Segeberg sind die Buchhandlung „Das Druckwerk“, die Projektinitiative „alle in ein boot“ von Friederike Dreessen (FSJ-Kultur), Die Schülervertretung der Dahlmannschule und das „Bildungswerk Segeberg“. Umrahmt wurde die Veranstaltung von einem musikalischen Programm junger MusikerInnen des Musikbergs und Fryad Hussein.

Grenzen-los

28.10 - 15.11.2013

Flucht und Migration in Bild und Schrift.

 

 

Ein Mitschnitt der Midissage.

 

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No one is save in Afghanistan - Various Artist
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